AUF DEN SPUREN VON FAST FASHION

Vom 19. Jahrhundert bis heute: Wie Fast Fashion entstanden ist. 

Fast Fashion ist ein vergleichsweises neues Konzept, dass unter anderem von großen Modeketten wie z.B. Zara, Mango und H&M gelebt wird. Ziel ist es trendige Mode in Rekordgeschwindigkeit zu erschwinglichen Preisen an den Konsumenten zu bringen. Eigentlich ist jedoch der Begriff “Fast Fashion” nur ein Begriff für ein sich ständig weiterentwickelndes Produktionssystem, dass seit dem 19. Jahrhundert an Dynamik hinzugewonnen hat.

 

Gehen wir doch ein wenig zurück in der Zeitgeschichte . Vor dem

19. Jahrhundert züchteten viele Menschen ihre eigenen Schafe, um Wolle zu gewinnen, diese zu spinnen, um Garn zu produzieren und aus diesem Garn wurde dann der Stoff gewebt. Also so in etwa war der Ablauf, um ein Bild zu bekommen. Während der industriellen Revolution wurden neue Fabriken gebaut, Arbeitsplätze geschaffen und Textilmaschinen eingesetzt. So konnte man diverse Kleidung in schnellster Zeit herstellen und auch in großen Mengen und verschiedenen Größen. Früher ging man zum Schneider und ließ sich seine Kleidung maßanfertigen. Nun konnte man ohne Bestellung ganz einfach Bekleidung/Stoffe kaufen. 1846 war ein maßgebliches Jahr hierfür, denn erstmals wurde die Nähmaschine patentiert und dies führte zu einem extremen Preisverfall bei Bekleidung, denn nun konnte man Bekleidung noch schneller anfertigen, als per Hand. 

Das lokale Schneiderhandwerk boomte für die Herstellung von Kleidung für die Damen aus der Mittelklasse, denn nicht jede Frau konnte sich Couture-Kleidung leisten. Wem die Schneiderei jedoch auch zu teuer war, schneiderte sich seine Kleidung einfach selbst. 

Im 2. Weltkrieg wurde der Bekleidungssektor aufgerüstet und noch mehr Kleidung produziert, jetzt jedoch im funktionalen Stile. 

1960 kam die wende und in schwindelerregender Geschwindigkeit wollten junge Menschen billig hergestellte Mode um den Modetraditionen der älteren Generation zu entfliehen. Polyester war im Vormarsch und die “Swinging Sixites” trugen dazu bei. Textilfabriken in Entwicklungsländern wurden erbaut, um hier Kosten einzusparen und den Absatzmarkt zu befriedigen. 

Doch wer war nun der erste “Fast Fashion” Retailer? Zara, Primark oder doch H&M? Wenn man sich die Firmengeschichten ansieht, dann war es klar H&M, denn das Unternehmen wurde 1947 als Hennes in Schweden eröffnet. Zara folgte dann im Jahr 1975. 

Der Begriff “Fast Fashion” wurde jedoch von Zara ins Leben gerufen, denn laut eigener Aussage, benötige man nur 15 Tage bis ein Teil vom Designer, über zur Herstellung bis zur Auslieferung im Shop lande. 

Ende der 1990er und Anfang der frühen 2000er war Fast Fashion dann fast in jedem Kleiderschrank angekommen, denn man kombiniert bis heute Low-Cost-Fashion mit Middle und Luxury-Brands. So trägt heute zur teuren Chanel-Handtasche, Jeans von Zara und Bluse von Mango. 

Welche Bedeutung hat Fast Fashion für dich und welchen Stellenwert nimmt es in deinem Leben ein? Erzähl uns deine Story!

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